GEMEINSAM gegen H4B4: Hirschbergtrasse und bahnparallele Trasse

21. Oktober 2015: Unser Engagement war erfolgreich

Bei der Infoveranstaltung der Stadt Ludwigsburg am 21.10.2015 in der Sporthalle Eglosheim verkündete OB Spec:
„Für mich macht es keinen Sinn, die H4B4 weiterzuverfolgen” und „Ich werde keine Lösung weiterverfolgen, die nicht auf eine breite Akzeptanz in Eglosheim stößt”.
Das war es, worauf viele Bewohner Eglosheims und der Weststadt gewartet hatten und wofür sich das Bündnis „GEMINSAM gegen H4B4” engagiert hat. Nun kann die Suche nach alternativen Lösungen in den Workshops der Planungsgruppe beginnen.


Seit vielen Jahren wird nach einer Lösung gesucht, um Eglosheim vom Verkehr der B27 zu entlasten (siehe hierzu auch den Brennpunkt 2006 Verkehrsentlastung Eglosheim; dort sind 18 Varianten aufgeführt, die unter den verschiedensten Aspekten untersucht und bewertet wurden). Bahnparallele Trasse

Offensichtlich wurde nun die Variante H4B4 weiter konkretisiert und darüber mit den Nachbargemeinden Asperg und Tamm Einvernehmen erzielt. Dies kann man jedenfalls dem Artikel der LKZ Mit der Umfahrung soll der Knoten platzen vom 29. Mai 2015 entnehmen.

Die geplante Straßenführung soll im Wesentlichen zwei Komponenten bestehen:
(siehe hierzu auch den LKZ-Artikel: Vierspurige Umgehungsstraße)

  • „B4” - bahnparallele Trasse
    Die 4-spurige Südumfahrung Eglosheim führt von der Heilbronner Straße über die August-Bebel-Straße unter der Bahn durch und dann südlich der Bahnlinie entlang durch den Naturpark West Richtung Asperg. Dort trifft sie dann auf die Hirschbergtrasse.
  • „H4” - Hirschbergtrasse
    Die 4-spurige Westrandumfahrung führt zwischen der A81 und Eglosheim über den Hirschberg zur Anschlussstelle LB-Nord.

  • Lärmkarte Auch wenn die konkreten Pläne (Anschluss Gewerbegebiet Eglosheim, Lärmschutzmaßnahmen, etc.) noch nicht auf dem Tisch liegen, so ist jedoch folgendes festzustellen:
    H4B4 stellt einen massiven Einschnitt in die Grünfläche zwischen der Weststadt und der Bahnlinie sowie im westlichen Teil Eglosheims dar. Außerdem bringt sie zusätzlichen Verkehr in die Weststadt.
    Dies kann man der nebenstehenden Skizze (Quelle: H4B4) leicht entnehmen: sie zeigt an, welche Bereiche entlastet (grün) und welche belastet (rot) werden.
    Die H4B4-Trassen entlasten einen Teil von Eglosheim, aber sie belasten dafür einen anderen und die Weststadt - und dies massiv.

    Und wenn man dann noch einen Blick auf die folgenden Lärmkarten wirft, dann kann man sich die Auswirkung der neuen Trassenführung akustisch noch besser vorstellen.

    Lärmkarte Straße
    Straßenlärmkarte Ludwigsburg West
    Quelle: LUBW 2007
    Lärmkarte Bahn
    Bahnlärmkarte Ludwigsburg West
    Quelle: Eisenbahn-Bundesamt 2014


    Leserbrief des Bürgervereins zum LKZ Artikel vom 29.5.2015 „Mit der Umfahrung soll der Knoten platzen”

    Seit über 30 Jahren warten die Eglosheimer auf eine wirkliche Entlastung der Frankfurter Straße. Viele Untersuchungen und Pläne wurden erstellt. Nachzulesen in der Stadtentwicklungsbroschüre vom Oktober 2008 „Entwicklungsperspektiven WEST Gesamtverkehrsplan: Verkehrsentlastung Eglosheim/Innenstadt”. Die Variante, welche die meiste Zustimmung bekam und zwar sowohl bei den Experten, als auch den Bürgern, denen die Pläne im Zuge einer STEP Veranstaltung vorgelegt wurden, war die Untertunnelung der Frankfurter Straße. So, wie bereits vor 30 Jahren geplant! Viel Geld floss bereits in all diese Planungsvarianten.
    Inzwischen schreiben wir das Jahr 2015 und nun zaubert IKARUS die bereits 2008 von den Bürgern abgelehnte Variante aus dem Hut und stellt diese als Allheilmittel für drei Städte dar. Gut, Asperg und Tamm mögen wohl davon profitieren. Aber für die Ludwigsburger Bürger in Eglosheim und der Weststadt stellt diese Variante nur eine Verlagerung - und vielleicht sogar Zunahme - der starken Verkehrsbelastung dar.
    Wieso wird diese Variante favorisiert und nicht der Tunnel? Warum soll das kleine Stückchen Natur in der Weststadt zur Entlastung anderer Gemeinden geopfert werden? Die Weststadt und Eglosheim sind im Würgegriff von IKARUS!
    Wenn eine ehrliche Entlastung gewünscht wäre, hätte man schon lange einfache und kostengünstige Maßnahmen umsetzen können: Flüsterasphalt auf der gesamten Länge der Frankfurter Straße, Tempo 30 wenigstens nachts sowie grüne Lärmschutzwände wären schneller und günstiger umsetzbar und würden denen eine Erleichterung verschaffen, die schon seit 30 Jahren warten.


Links zum Thema

H4B4 ist vom Tisch

Gemeinsam gegen H4B4

Planungsvorhaben