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Die Hauptadern

Die Weststadt wird durchzogen von einigen größeren und stark Schwieberdingerstraße frequentierten Straßenzügen. In Ost-West-Richtung: Die Schwieberdinger Straße bis hin zur BAB-Auffahrt und weiter in Richtung Möglingen und Schwieberdingen. Die Hofer- und Grönerstraße bis zur Schlieffenstraße. Die Mörikestraße bis zur Autobahnbrücke an der Markungsgrenze zu Möglingen. Die Osterholzallee bis hin zum Osterholzwald, dort beginnt die Asperger Markung.

In Nord-Süd-Richtung sind dies die Kurfürsten- und Martin-Luther-Straße bis zur Schwieberdinger Straße und weiter in Richtung Lerchenholz. Die Tal- und Gänsfußallee bis zur Schwieberdinger Straße und weiter in den Industrie-Gewerbepark Ziegelei. Die Schlieffenstraße bis zur Schwieberdinger Straße und weiter nach Pflugfelden.

Wenn wir von der Stadtmitte oder vom Bahnhof kommen, führt unser Weg durch den Schillerdurchlass, denn westlich der Eisenbahn befindet sich das Wohngebiet, welches wir "Weststadt" nennen.

Geradeaus, leicht ansteigend beginnt die Hoferstraße, sie kreuzt die Martin-Luther-Straße und führt bis zur Gänsfußallee. Ludwig Hofer, in Ludwigsburg geboren, war Bildhauer und Schöpfer des Schillerdenkmals. Abzweigend die Christophstraße, benannt nach Christoph, Herzog von Württemberg, und führt nach Süden. Als nächstes zweigt die Toni-Schumacher-Straße zur Mörikestraße ab. Nach der 1848 in Ludwigsburg geborenen Jugendschriftstellerin Toni Schumacher erhielt sie ihren Namen.

Auf gleicher Höhe, bis zur Belschnerstraße, zweigt die Schanzenbachstraße ab. Otto Schanzenbach hat sich um die Erforschung der Geschichte Ludwigsburgs verdient gemacht, und ist hier 1910 verstorben. Es folgen die nach dem Dichter Wilhelm Hauff benannte Straße, die nächste ist die Justinus-Kerner-Straße, nach dem 1786 hier geborenen Arzt und Dichter Justinus Kerner. An der Gänsfußallee endet die Hoferstraße und in Fortsetzung folgt die Grönerstraße.

Der Ostteil

Bei dieser Gelegenheit möchte ich darauf hinweisen, dass im Laufe von Jahrzehnten Straßennamen geändert wurden, meist infolge politischer Veränderungen. Als das Dritte Reich 1933 entstand, bestand damals der Wunsch, führende Persönlichkeiten mit der Benennung einer Straße zu ehren. Reichstatthalter und Gauleiter von Württemberg war Wilhelm Murr, nach ihm sollte eine besonders lange Straße benannt werden, und so fasste man die Hofer- und Grönerstraße zusammen.

Charakteristisch für die Hoferstraße in ihrem unteren Teil ist das Fabrikgebäude der ehemaligen Firma Bleyle, das heute noch vorhanden ist. Im weiteren Verlauf besticht sie durch einige im Jugendstil erbaute Wohnhäuser. Eigentlich passt sich der Neubau der Neckarwerke aus Marmor und Glas diesem Stil nicht an.

Wie bereits erwähnt, beginnt nun die Grönerstraße und endet an der Schlieffenstraße. Wilhelm Gröner war Reichsminister und Ehrenbürger von Ludwigsburg. Die Grönerstraße erschloss das eigentliche Industriegebiet der Weststadt. Früher befanden sich dort die Chemische Fabrik Koch & Schenk, Hestika, Vorrichtungsbau Karl Hüller, Ziemann AG als Hersteller riesiger Biertanks, Eisfink, Excelsior und die Eberhard-Ludwig-Kaserne, in welcher heute das Zollamt und das griechische Lyzeum beheimatet sind. Seit einigen Jahren nennt sich dieses Gebiet "Werkzentrum West" und beherbergt Medienfirmen und die Rockfabrik.

Begeben wir uns nun zurück zu dem Ausgangspunkt Schillerdurchlass. Nach links führt die Pflugfelder Straße bis zur Schwieberdinger Straße. Weltweit bekannt das Areal der früheren Zichorienfabrik Franck & Söhne sowie Werkswohnungen, die inzwischen einer Neugestaltung weichen mussten.

Schlachthofeinweihung Vom Schillerdurchlass nach rechts die Schlachthofstraße, 1920 wurde diese nach dem städtischen Schlachthof benannt. Einen solchen gibt es schon längst nicht mehr. Geblieben ist die Schlachthof-Gaststätte in der charakteristisch roten Ziegelsteinbauweise, so waren auch die Schlachthofgebäude gebaut.

Von der Schlachthof- zweigt bis zur Martin-Luther-Straße die Gottlob-Molt-Straße ab. Molt war Ludwigsburger und gilt als Entdecker der Haftpflicht-Versicherung. Bis zur Gemeindereform hieß sie Max-Eyth-Straße, weil sich aber in Neckarweihingen bereits eine Max-Eyth-Straße befand, musste diese und auch noch einige andere - umbenannt werden, da jeder Straßenname in der Stadt nur einmal vorkommen soll. Wo sich heute die AOK befindet, war einst die Milchzentrale. Weiter, Richtung Westen, nach Überquerung der Martin-Luther-Straße, beginnt die Mörike-Straße. Sie ist wohl die längste bebaute Straße der Weststadt. Der Dichter Eduard Mörike wurde 1804 in Ludwigsburg geboren.

Als Sackgasse zweigt ab die Schafhofgärten, genannt nach dem einstigen Schafhof, der vor der Stadtgründung hier seine Stelle hatte. Dann führt bis zur Osterholzallee die Albrechtstraße, benannt nach Herzog Albrecht von Württemberg. Von der Mörikestraße bis zur Osterholzallee führt westlich an unserem Gotteshaus vorbei, die Johannesstraße.